Workshops
Bisher wurden bereits folgende Workshops angekündigt, weitere können noch per mail angemeldet werden oder auch spontan auf den Perspektiventagen.
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Samstag 14-16h: BESTANDSAUFNAHME-RÜCKBLICKE-UTOPIEN
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WORKSHOP1:
Müssen wir nach der Revolution alle mit dem Fahrrad fahren? Was wird mit meinem Föhn? Und wieviel Butter kann ich dann noch essen? Die Frage, was ein gutes Leben ist, wird auch in der Linken stark am Zugang zu materiellen Ressourcen bemessen. Eine häufige Forderung lautet „Alles für alle!“ als Gegensatz zur ungleichen Verteilung des materiellen Reichtums.
Unsere Utopie: Umweltschutz im Kommunismus.
Heißt Sozialismus „Allen geht es gut“ oder „Allen geht es gleich schlecht“? Was heißt überhaupt gut?
Wir wollen uns in diesem Workshop mit unseren Vorstellungen bezüglich des idealen Umgangs mit der uns ja nur geliehenen Erde befassen. Dabei soll es weniger darum gehen, ob das Wechseln des Stromanbieters ein revolutionäres Potential besitzt, sondern eher darum, von was für einem gesellschaftlichen Naturverhältnis wir träumen. Notwendigerweise wird es nicht ausschließlich um den Umweltschutz gehen, da dieser stets mit allen anderen Bereichen der gesellschaftlichen Organisierung zusammenhängt.Der Workshop wird von Avanti-Hamburg vorbereitet.
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WORKSHOP2:
Das Mietshäusersyndikat stellt sich vor: Was ist das Perspektivische daran, ein Haus zu kaufen?Der Workshop wird vom Mietshäusersyndikat Hamburg vorbereitet.
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WORKSHOP3:
Ein Hauptziel ist es, eigenständige Kämpfe zu unterstützen. Wir berichten über den halbjährigen Streik bei Gate Gourmet, Düsseldorf, den sechswöchigen Streik bei Bosch-Siemens, Berlin, die 115 tägige Besetzung der Fahrradfabrik Bike Systems, Nordhausen. Es können Filme gezeigt werden: "Es geht nicht nur um unsere Haut" (BSH) und "Eine Belegschaft rebelliert". (Bike Systems).
Jour Fixe Gewerkschaftslinke stellt sich vor: Wer wir sind und welchen politischen Ziele wir haben.Der Workshop wird vom Jour Fixe Gewerkschaftslinke vorbereitet.
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WORKSHOP4:
Sexismus begegnet uns am Arbeitsplatz, in der Uni, in der Schule, auf der Party, auf der Straße, am Esstisch, im Badezimmerspiegel, im Bett... Sexismus begegnet uns in Form von Witzen, Angrapschen, Hinterherpfeifen, Anmachen, Anmerkungen, Unterlassungen, Zuvorkommen etc. etc.
Antisexismus praktisch!
In unseren Reaktionen auf sexistische Diskriminierung oder Übergriffe sind wir meist allein gelassen. Dabei bedarf ein Raum, in dem sich alle wohlfühlen, der Mitarbeit aller! Fangen wir an uns mehr Räume anzueignen!
Wie kann ein erfolgreiches „sich wehren“ gegen Sexismus aussehen? Wie kann das Ziel „Sexismus stoppen“ erreicht werden? Wie können wir einen „Antisexistischen Raum“ schaffen? Wie können wir eine Basis zur Reflexion und Diskussion über das Thema aufbauen?
Ziel:
Handlungsperspektiven im Kampf gegen Sexismus allgemein und in konkreten Situationen entwickeln
Konkret:
Mögliche Handlungsperspektiven gegen sexistische Diskriminierung / Übergriffe zusammentragen und diskutieren Aus den Erfahrungen aller, sowie aus älteren und neueren Kampagnen lernen. Kurze Diskussion der verschiedenen Grundannahmen (theoretischer Hintergrund), die Handlungsperspektiven und Reaktionsmöglichkeiten zugrunde liegen. Wo liegen Schwierigkeiten (z.B. Wie schaffe ich es mein Gegenüber zur Reflexion und Unterlassung gleichzeitig zu kriegen?)
Beispielsituationen diskutieren:
- > Wie reagiere ich verbal
- > Grenzüberschreitungen klarmachen
- > Zur Reflexion anregen
- > Sich schützen
- > Angreifen
- > Provozieren
Mögliche Unterthemen bzw. ganz kurzer Theorieteil:
- +Das Konzept der Definitionsmacht
- +Diskussionskultur
- +„Männer sind halt so“ und andere Biologismen
- +Sprache und Herrschaft – Sprache und Handeln
- +Dominante Position, Machtposition
- +Kommunikation – Grenzen aufzeigen
- +Geschlechterspezifisches Verständnis von Situationen, Gesten, Symbolen???
- +Sexismus an der Uni
- +Sexismus global
- +Avanti-Kampagne (Karten), No means no, SAV-Kampagne, etc. etc.
- +Heterosexismus
- +Romantische Zweierbeziehung
- +Prüde? Lustsfeindlich??
- +Sexismus und Kapitalismus und Neoliberalismus
- +Medien, Musik, Werbung
- +Fight lookism
- +...
Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem Zusammentragen von Erfahrungen aus Kampagnen und persönlichen Erlebnissen um neue Kampagnen zu starten oder persönlich handlungsfähiger zu werden. Ein sensibler Umgang mit persönlichen Erlebnissen sowie Beispielsituationen ist absolut notwendig!!!!
Kein Selbsthilfe oder Laberworkshop > Zusammen Material herstellen, welches Menschen mutiger und handlungsfähiger macht in der konkreten Situation gegen Sexismen vorzugehen. Situationen ansprechen und die Individualisierung durchbrechen! > das begegnet uns allen jeden Tag!!! Darüber reden, thematisieren, fordern lernen!
Dabei liegt der Schwerpunkt auf konkreten Handlungsmöglichkeiten. Es sollen im Rahmen der Perspektiventage die Synergieeffekte genutzt und vielleicht zusammen etwas Cooles gestartet werden. Vor allem ist das Ziel, den Workshop produktiv zu gestalten, so auch nach dem Workshop etwas in der Hand zu haben, ins Netz zu stellen etc. Dabei kann auch gern ein Infoblatt, ein Forderungskatalog oder eine Erklärung entstehen.
Die Theorie soll jedoch nicht zu kurz kommen da es gerade in diesem Bereich total mangelt!!! Angesichts der Spannungen in den Diskussionen zum Thema zurzeit ist eine praktische Herangehensweise erst einmal einfacher. Ziel ist für mich aber auf jeden Fall den ersten Schritt zu einer umfassenden auch theoretischen Debatte zu machen die groß angelegte Kampagnen für Hamburg möglich macht. Jegliche Geschlechter sind erwünscht.
Aufbau:
Einleitung 10 min
Beispielsituationen zusammen analysieren und Perspektiven geben 20 min
Theoretische Vertiefung wo es passt 2-3 mal 5 min
Beispielsituationen in Gruppen bearbeiten? / Diskussion? Erfahrungen/ Ideen Kampagnen 20 min
Zusammentragen > Handlungsperspektiven im Kampf gegen Sexismus
Abschluss 10 min
Planung?: Wiki erstellen, Flyer, Broschüre, Arbeitskreis?, Plakate, sichtbar werde, Partys organisieren, Demo?
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Sonntag 12-14h: Konkrete Projekte
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WORKSHOP1:
Der Aufruf zu den „Perspektivtagen“ hat uns gefallen. Deshalb kommen wir gern.
„Gibt es ein Leben jenseits der Erwerbsarbeit?“
Gegenwärtig ist die Lebensperspektive vieler Menschen mehr oder weniger verdunkelt durch die vorherrschende Erwerbsarbeit. Sie saugt einen entscheidenden Teil unserer Lebenszeit auf. Mit der darin verausgabten Kraft stärken wir ständig, freiwillig oder unfreiwillig, das Kapital als verselbständigte uns gegenübertretende Macht. Viele Linke spalten ihren alltäglichen Umgang mit der Erwerbsarbeit notgedrungen von ihrem politischen Engagement ab.+ Was können wir tun, wenn wir nicht so weitgehend von der zum Lebenserhalt nötigen Erwerbsarbeit abhängig sein wollen?
+ Was können Menschen tun, die erwerbstätig sind und deren Lebenszeit weitgehend davon aufgesogen ist? Wie können sie ihre Lage ändern, wenn sie damit nicht glücklich sind?
+ Was sollen Menschen tun, die ständig verschiedene wechselnde Erwerbsjobs machen müssen, ständig Angst haben müssen, ohne Erwerbsquelle zu sein?
+ Und was sollen Menschen tun, die trotz eigenem Bemühen dauerhaft erwerbslos sind und würdelos knapp leben müssen, weil viele lebensnotwenige Dinge in dieser Gesellschaft etwas kosten?
Was können wir in dieser durch die vorherrschende Erwerbsarbeit geprägten Situation tun, um unsere eigene Lage allmählich gründlich zu verbessern und uns gleichzeitig für eine bessere Gesellschaftsordnung einzusetzen?
Nach einem kurzen Eingangsstatement wollen wir in dem Workshop von Euren Fragen und eurer Lage ausgehen – und versuchen darauf einzugehen. In einer zweiten Phase wollen wir von unserer 10-jährigen Erfahrung unserer Projektgemeinschaft erzählen, von den Projekten Umsonstladen, Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt, Kleinmöbellager und von dem Bildungsprojekt Freie Uni Hamburg. Praktische Kritik der Erwerbsarbeit bedeutet für uns alltägliche gegenseitige Hilfe.
Wir verfahren zweigleisig: Einerseits müssen wir unseren Erwerb noch auf dem Markt sichern. Dabei können frau und man sich helfen, z.B. sich gegenseitig Jobtipps geben. Andererseits schaffen wir zusammen einen Bereich der gegenseitigen Hilfe jenseits von Markt und Staat. Dort geben wir uns gegenseitig auf Grundlage der Freiwilligkeit alles was wir wollen und können. Dort erproben wir einen Umgang miteinander, der uns allmählich fähiger macht für eine Gemeinschaft und Gesellschaft, die von uns wirklich selbst bestimmt wird und in der sich etliche unserer Neigungen und Fähigkeiten besser entwickeln können.
Wir streben kein gemeinsames Weltbild an, sondern haben uns Minimalspielregeln gegeben, die uns helfen, unser alltagspraktisches Zusammenwirken zu organisieren.Der Workshop wird vom Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg vorbereitet.
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WORKSHOP2:
Wir wollen mit euch zusammen (für die Kaffeeküche der Perspektiventage) Sojamilch machen. Eventuell machen wir noch Reismilch, Tofu, Bratlinge. Kommt vorbei, macht mit und bringt selbst noch Ideen, was man für den selbstorganisierten Alltag einfach selbst machen kann . Cool wäre es auch, wenn möglichst viele Sachen in schriftlicher Form vorliegen, dann kann sich auch jede_r zu Hause selbst erproben. (Je nach Bedarf findet der Workshop vielleicht auch Samstag statt)
Sojamilch selber machen! -
WORKSHOP3:
Die Umstellung auf das Bachelor/Master-System sowie die Einführung von Studiengebühren erschweren linke politische Praxis an der Uni ungemein. Gleichzeitig machen Sie diese aber umso notwendiger. Trotz hoher Beteiligung am Studiengebührenboykott und steigender Stimmenzahl für explizit linksradikale Listen bei den Wahlen zum Studierendenparlament ist die Zahl politisch aktiver linker an der Uni Hamburg eher rückläufig. Wir möchten das gerne ändern und wollen deshalb die im Rahmen des „Perspektiventreffens“ entstandenen Ideen vorantreiben.
Linke Politik an der Uni Hamburg – Wie weiter? -
WORKSHOP4:
Regelmäßig inzenieren sich PolitikerInnen als KlimaretterInnen und beziehen daraus Legitimität. Geleichzeitig sind grade 20 Kohlekraftwerke in deutschland geplant. Zeit für die (radikale) Linke diese Widersprüche zu politisieren und den Herrschenden in die Klimasuppe zu spucken. Wie das Antirassismusbüro Bremen richtig bemerkte, werden sich die Rahmenbedingungen jeglicher sozialer Auseinandersetzung weltweit mit der Klimakatastrophe verschärfen. Die Auseinandersetzung um das Klima ist daher weit mehr als ein Umwelt-Thema, es geht um die Soziale Frage.
Klimacamping 08 und die Eroberung des EnergiediskursesViele verbinden mit dem Klimacamp, dass es diesen Sommer in Verbindung mit dem AntiRa Kamp in Hamburg geben wird, auch die Hoffnung auf den Ausgangspunkt einer neuen Bewegung. Das es einen Bedarf für radikale Opposition zu bestehender Umweltpolitik gibt zeigen die Lösungen der herrschenden Klimapolitik. Die Förderung von Biosprit und der Bau neuer Kohlkraftwerke verdeutlichen das es trotz Klimaschutz Rhetorik dabei um Energiesicherheit geht. Das Ergebnis sind Hungerkatastrophen und Kriege. Gleichzeitig bietet die Klimadiskussion die Möglichkeit z.B. mit der Forderung nach Vergeselschaftung der Energiekonzerne mal wieder in die offensive zu kommen. Übers Klimacamp, andere Starke oder weniger starke Bewegungen und Perspektiven für eine Neue systemkritische Umweltbewegung wollen wir reden.
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Die OpenSpace/Workshop-Phasen sind in zwei Blöcke aufgeteilt.
1. Block Bestandsaufnahme-Rückblick-Utopien: Hier sollen verschiedene existierende Alternativmodelle ihren Raum haben und auch solche die mal existiert haben. Also: Welche Projekte gibt es und welche gab es schon mal? Wie laufen oder liefen die? Was ist problematisch oder woran sind sie gescheitert und was sind die Konsequenzen daraus?
Wir wollen utopieren! Wie stellen wir uns die Utopie vor? Wie sollen Sachen wie zum Beispiel Handel, Wohnen, Leben oder Arbeiten laufen? Oder wollen wir das alle sowieso nicht mehr? Was machen wir dann?
2. Block Konkrete Projekte: Hier ist der Raum Projekte (die vielleicht auch während den Perspektiventagen entstanden sind) vorzustellen und (weiter-)zu entwickeln.
